In Israel ist BOOM PAM trotz der recht kurzen Bandhistorie, die erst 2003 beginnt, bereits Kult. Ihre Cover-Version des griechischen Songs „Boom Pam“, den sie zusammen mit dem israelischen Rockstar Berry Sakharof einspielten, war ein Megahit und startete im Sommer 2004 direkt in den israelischen Charts durch. Diese Nummer war bereits 1969 ein Hit des in den Fünfzigern nach Tel Aviv eingewanderten griechischen Sängers Aris San, der als einer der ersten die E-Gitarre zu griechischer Musik verwendete. Ihr Aufstieg mag zwar schnell gegangen sein, war jedoch längst nicht blitzartig. Alles begann damit, dass sich Uri und Uzi (die beiden Gitarristen von BOOM PAM) im Süden von Tel Aviv eine gemeinsame Wohnung nahmen und mit orientalischer Gitarrenmusik herumzubasteln begannen. Nach einigen saitendurchzechten Nächten und ersten eigenen Kompositionen riefen sie Tuby an, einen alten Schulfreund und meisterlichen Tuba-Spieler, um ihn für ihren neuen Sound zu begeistern. Tuby sagte ohne zu zögern zu. Und schon war eine neue Band gegründet.
Nachdem sie genügend Stücke zusammen hatten, stand im Februar 2003 der erste Auftritt an. Nun brauchte man nur noch einen Namen für die Band, der eine Woche vor diesem Gig gefunden wurde: BOOM PAM - aus Sympathie und Verehrung für den Soundrebellen Aris San. Bis heute haben insbesondere die Gitarristen ein Leuchten in den Augen, wenn die Rede auf ihn kommt.
Ein Jahr lang traten BOOM PAM als Trio in Clubs und auf Hochzeiten gleichermaßen auf. Tubameister Tuby spielte neben der wuchtigen Tuba gleichzeitig auch die Bass Drum und so wurde sein Fuß nach und nach ein autonomer Körperteil. Um dessen endgültige Abspaltung von Tubys Körper noch rechtzeitig zu verhindern, hielt die Band Ausschau nach einem Drummer. Warum also nicht einfach einen weiteren alten Freund fragen. Dudu Kohav, den der Anruf von Boom Pam aus seiner spirituellen Bergwelt nahe Jerusalem klingelte, sagte ebenfalls spontan zu, sich auf dieses eigenwillige Musikexperiment einzulassen: „Ich weiß zwar nicht, was ihr macht, aber zum Teufel, warum nicht.“ Dem Bandneuzugang blieb nicht viel Zeit, sich das Repertoire von BOOM PAM anzueignen, denn der erste Auslandsauftritt stand bereits vor der Tür: Shantel, der das Trio bei einer seiner Tel Aviv-Aufenthalten entdeckt hatte, lud die Jungs zu einem gemeinsamen Auftritt nach Berlin ein. Und so, als hätten sie nie etwas anderes getan, verwandelten sie die deutsche Staatsoper Unter den Linden in eine heiße und feuchtfröhliche musikalische Saalschlacht, bei der keiner der 800 Besucher mehr stillstehen konnte.
Pressestimmen zu ihren Konzerten:
„Das Publikum reagierte mit Geheul, dem Zerschmettern von Tellern und ausgeflippten Tänzen…“ (Haaretz, Tel Aviv)
„Ein offizielles Statement: Am Ende eines Konzertes von Boom Pam wirst du dich verschwitzt und ohne Hemd, aber mit einem seligen Lächeln auf dem Gesicht auf der Straße wieder finden. Boom Pam spielen einen exquisiten Balkan-Surf-Rock, der von Atomenergie angetrieben wird.“ (Walla)
„Die heißeste Gang in der Stadt…“ (Time Out, Tel Aviv)
„Boom Pam riss ihr Publikum aus den Stühlen und ließen es auf dem Tanzboden eine Reise antreten…“ (Zman, Tel Aviv)
„Der Bucovina Club erhält dieses Mal Besuch aus unserer Partnerstadt Tel Aviv. Und was für einen! Boom Pam war die Sensation beim diesjährigen Museumsufer-Fest. Man stelle sich vor, zwei Gitarristen spielen Blasmusik vom Balkan versüßt mit jüdischen Melodien und werden dabei von einem Schlagzeuger und einem Tuba-Spieler angetrieben. Das Ganze erinnert an den typischen Surfgitarrensound aus Tarantino-Filmen, Alexis Sorbas bekommt nebenbei sein Fett weg und der Nahe Osten wird auch nicht verschont. Dieser unvergleichliche Cocktail wird mit Präzision gespielt und bis zur Ekstase gesteigert - typisch Bucovina Club eben. So würde der Soundtrack eines Tarantino-Films klingen, wenn dieser auf dem Balkan spielen würde. Eine Band deren Musik direkt in dein Herz geht.“ (Journal Frankfurt)
Yuriy Gurzhy (DJ, Russendisko) erlebte Boom Pam in Tel Aviv: „Als die Jungs wenige Stunden später zu spielen anfingen, mischte ich mich unter das Publikum vor der kleinen Bühne. Das waren junge Leute, die sich auf Russisch, Hebräisch und Englisch unterhielten. Die Mucke von Boom Pam klang exotisch - eine Mischung zwischen arabischem und griechischem Pop, Zigeunermusik, Klezmer und Surf. Nach zwanzig Minuten fing das Publikum an zu tanzen. Obwohl die Musik rein instrumental war, sangen drei russische Punks mit bunten Frisuren und einer Wodkaflasche enthusiastisch mit. Die Stimmung wurde immer besser: Wodka/Red Bull war der ultimative Cocktail des Abends. Der Tanzboden boomte. Manche Tänzerinnen passten dort nicht mehr rein und kletterten auf die Bühne.“ (Ausriss aus seinem Blog vom 16.03.2004)
Boom Pam:
Uzi Feinerman: guitar, banjo & vocals
Uri Brauner Kinrot: guitar, saxophone & Vocals
Yuval “Tuby” Zolotov: tuba
Dudu Kohav: drums & percussion
Band contact & world wide booking:
www.boompam.org
email:booking[at]boompam.org
Booking Europe: Florian Joeckel for guilty76
www.guilty76.de
email: joeckel[at]guilty76.de