Señor Coconut and his Orchestra (feat. Argenis Brito) Yellow Fever!
Katalog-Nr.: AY CD 11
VÖ: 9. Juni 2006
Vertriebe: Indigo (D), Universal (A), RecRec (CH)
Nice up the Dance: Señor Coconut meets Yellow Magic Orchestra
Nicht ohne Stolz präsentiert Essay Recordings den neuesten Streich des unschätzbaren Vermächtnisses von Señor Coconut, dem einzigen Deutsch-Chilenen, der aus Pophits „Elektro-Latino“-Songs bastelt. Dieses Mal ist Coconut – bekannt für seine Laptop-Salsa- und Acid-Merengue-Cover von Kraftwerk, Sade und Michael Jackson – mit einer richtigen lateinamerikanischen Bigband und dem einzigartigen venezuelanischen Frontmann Argenis Brito am Start. Bei seinem neuen Album handelt es sich um eine Hommage an das Yellow Magic Orchestra, in den Annalen der Techno-Pop-Pioniere Kraftwerks östliches Gegenstück. Um die Sache rund zu machen, geben sich bei dem Projekt die drei YMO-Mitglieder - Haruomi Hosono, Yukihiro Takahashi sowie Oscar- und Grammy-Gewinner Ryuichi Sakamoto – ein Stelldichein. Eine ganze Reihe weiterer fantastischer Künstler aus allen Teilen der elektronischen Musikwelt komplettiert das Line-up – unter anderem Towa Tei, Mouse on Mars, Akufen, Schneider TM und Marina von Nouvelle Vague. Ihre verspielten und immer ein wenig rätselhaft verschlungenen Intermezzi dienen nur dem Allerhöchsten: das Mysterium um Señor Coconut endlich und ein für alle Mal zu knacken.
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Jeder weiß, welches Album er mit auf eine einsame Insel im Südpazifik mitnehmen würde. Der mysteriöse Señor Coconut (mehr über ihn gleich) findet sich auf einem verlassenen Fels inmitten des großen, weiten Meeres, zieht seinen iPod, der bis zum letzten Gigabyte Aufnahmen des japanischen Yellow Magic Orchestra (auch dazu gleich mehr) gespeichert hat, aus der Tasche. Was aber passiert, wenn der Akku alle ist? Glücklicherweise hat Coconut einen Plan B: Die anderen Passagiere sind zufällig alle Mitglieder einer unglaublich talentierten Latino-Big-Band, schnell bringt er ihnen die Parts seiner zehn liebsten YMO-Songs bei. Et voilá: genügend YMO-Songs bis zur Ankunft des Rettungsbootes. Und ja: Natürlich werden die Synthie-Pop-Klassiker in Salsa, Merengue und Cha-Cha-Cha-Stücke überführt.
All das ist freilich erfunden – obwohl sich die Platte so anhört, als ob die Story stimmen könnte. Die wahre Geschichte ist ein wenig prosaischer (aber im Grunde wirklich nur ein wenig). Señor Coconut ist das wahrscheinlich bekannteste Projekt des Mannes, der auf den Namen Uwe Schmidt hört. Als einer der Hauptakteure der Frankfurter Elektro-Szene Anfang der 90er und Besitzer des Rather-Interesting-Labels wurde er lange von einer relativ (zugegebenermaßen) kleinen Zuhörerschaft an Techno-Fans, Industrial-Affinen und Besessenen elektronischer Musik für hunderte an Platten, die er unter einer atemberaubenden Unmenge an Aliasen allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern veröffentlicht hat, verehrt: Atom Heart, AtomTM, Lisa Carbon Trio, Dots, Flextone, Midisport, Lassigue Bendthaus, DOS Tracks, Flanger, Datacide, Ongaku, Geeez 'N' Gosh, Masters of Psychedelic Ambiance... Und weiter geht die Liste. Weiter und weiter ...
1997 – ungefähr zeitgleich mit seinem Umzug von Frankfurt nach Santiago in Chile – brachte Schmidt mit El Gran Baile das Debütalbum seines Projekts Señor Coconut heraus. Das besteht aus einer energiegeladenen Zusammenstellung an Tracks, genährt von Schmidts Sammlung klassischer Latino-Platten. Auseinander genommen und wieder zusammengepuzzlet, entsprangen die Genres der Neukompositionen - Nova Raro, Jive Eclectico, Samba Virtual - ausschließlich Schmidts unendlicher Vorstellungskraft. Das Resultat klang wie eine Fusion zwischen Perez Prado und Raymond Scott. Allerdings schafften es Señor Coconut y su conjunto – wie er sich selbst inzwischen nannte. Sein „conjunto“ (die Back-up-Band) bestand aus seinen Samplern. Auf El Baile Alemán (der deutsche Tanz) tat Schmidt das für einen deutschen Elektro-Künstler mit einer Faszination für lateinamerikanische Rhythmen und Instrumentierung einzig Logische: Mit Kraftwerk coverte er deutsche Ikonen und deren größte Hits — „Showroom Dummies“, „Trans Europe Express“, „Autobahn“ und andere – im exotischen Stil, von Cumbia bis Merengue mit Argenis Brito von Mambotour und dem chilenischen Polit-Rocker Jorge Gonzalez von Los Prisioneros am Gesang.
El Baile Alemán ist nicht bloß reine Spielerei, sondern eher eine Art Dissertation über die internationalen Gegensätze in der Popmusik, die unterschwellig das konventionelle Wissen über Authentizität, Identität und Tradition justiert. Dabei – und das ist einer seiner größten Erfolge – wird demonstriert, dass Kraftwerk sich nicht nur mit Technik und Ikonografie auskannten, sondern auch ziemlich großartige Songwriter waren. (Gleichzeitig forderte das Album die Definition reiner „elektronischer Musik“ heraus und erinnerte die Zuhörer daran, dass zeitgenössischer Salsa und Merengue oft genauso gut durchprogrammiert werden müssen wie der verfrickelste Teutonentechno.)
Schmidts persönliche Story verkomplizierte das Projekt noch. Einerseits war hier ein Deutscher, der in Chile lebte und die größten Popstars seines Heimatlandes deutlich in einen regionalen musikalischen Kontext setzte. Manche Kritiker beschuldigten ihn der Ausbeutung, während faule Plattenbesprecher ihm Essentialismus vorwarfen und Schmidts neue musikalische Richtung (die schon vor seinem Umzug nach Chile in Planung war) als „natürliche“ Entwicklung seiner Emigration sahen. Was fehlte, war der scharfsinnige Humor, der Schmidts bemerkenswerte Distanz zu beiden Traditionen markierte; letzterer basierte auf der Tatsache, dass zwischen Chile und der karibischen Kultur, die exotische Musik wie Cumbia und Merengue hervorgebracht hat, Welten liegen. Bei Señor Coconut, weit entfernt von biografischer Dringlichkeit, ging es mehr um das Nachsinnen über das Exil, Außenseitertum und einen zufälligen kulturellen Austausch (natürlich störte es nicht weiter, dass man dazu tanzen konnte).
Schmidts darauf folgende Projekte unter dem Coconut-Pseudonym erschienen vielleicht etwas umständlich. Nach einer erfolgreichen Tour, bei der die Kraftwerk-Tracks von Schmidts Harddrive in ein frenetisches Big Band-Arrangement umgesetzt wurden, startete Schmidt Señor Coconut and His Orchestra, mit dem er 2003 auf dem Album Fiesta Songs nordische Pophits – „Smooth Operator" von Sade, „Riders on the Storm“ von The Doors – in seinen inzwischen wohlbekannten „Electro-Latino“-Style umsetzte. Und mit Señor Coconut Presents Coconut FM: Legendary Latin Club Tunes von 2005, Coconuts erster Platte für das Frankfurter Essay-Recordings-Label, schlüpfte Schmidt in die Rolle des Kurators und präsentierte eine Auswahl an Reggaeton, Funk Carioca und Cumbia, die die Trennlinie zwischen „Subkultur“ und „Mainstream“ so konsequent überschritten, dass dadurch das bloße Konzept „elektronischer“ Musik verwässert wurde. (Wieder einmal war Tanzen im wahrsten Sinne des Wortes von Nöten, insbesondere, wenn Schmidt in die Rolle von Don Atom schlüpfte, um der Welt erstmals Acid-Reggaeton oder „Aciton“ zu präsentieren.)
Und jetzt kommt Yellow Fever, Coconuts neuester Streich, der zehn Latino-Interpretationen der größten Hits und gleichermaßen coolsten Obskuritäten des Yellow Magic Orchestras zeigt. Vielerseits scheint die Wahl der japanischen Techno-Pop-Heroen Yellow Magic Orchestra für ein neues, alleiniges Projekt von Coconut logisch oder sogar fast unumgänglich. Das Trio, bestehend aus Ryuichi Sakamoto, Haruomi Hosono and Yukihiro Takahashi, war zwischen 1978 und 1983 aktiv und in mehr als nur einer Hinsicht die japanische Antwort auf Kraftwerk. Sie erforschen die Umsetzung von Pop-Songwritertum in eine neue Ära der Schaltkreise. Was sie anfänglich von ihren knöpfedrückenden Zeitgenossen des Synthie-Pops auf der ganzen Welt abgrenzte, war ihre tiefgehende, suchende Musikalität. Anders als die Bands bei Top of the Pops, die mit Second-Hand-Keyboards und wenig abwechslungsreichen Melodien aufkreuzten, quetschten YMO ganze musikalische Welten in ihre Hauptplatinen. Abhängig von der eigenen Stimmung kann man in YMO Disco, Jazz, Funk, Balladen, Showsongs etc. finden. Rückblickend gleichen tatsächlich wenige von YMOs veröffentlichten Songs dem, was inzwischen als „Synthie-Pop“ bezeichnet wird. Auf „Yellow Magic" findet sich ein Klaviersolo, dass geradewegs der afrokubanischen Tradition entnommen ist; „Pure Jam" klingt wie ein Breakdance-Remake der Beatles zur Zeit der Magical Mystery Tour. (Das sollte keine Überraschung sein: YMO gingen so weit, das Rock’n’Roll-lastige „Day Tripper" von den Beatles zu covern.) Wahrscheinlich ist es überflüssig zu erwähnen, dass die „Globalisierungsfragen“, die Schmidt in seinen Versionen der Kraftwerk-Songs auf viele Arten erkundete, die YMO schon durch ihre eigenen Aufnahmen beantworteten. Diese kombinierten die technischen Errungenschafen Japans mit der japanischen Neugier auf die Welt, gefiltert durch die geografische und kulturelle Distanz des Landes zum Westen. Ist es dann überraschend, dass man, nachdem man Señor Coconuts Mambo-Versionen gehört hat, in den Originalen plötzlich leidenschaftliche Latino-Rhythmen findet?
Die unnachgiebige akustische Wissbegierde von YMO – die dazu führte, dass alle drei Mitglieder danach einzigartige Soloprojekte und powervolle Kollaborationen im Pop, in der Neoklassik, bei experimenteller Musik und Soundtracks (wie Sakamotos Filmmusik zu Der letzte Kaiser und The Sheltering Sky, für die er mit einem Grammy, einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde) verfolgten – stellt für Schmidt und seine Kollaborateure ausreichend Material bereit. Wieder einmal hat Coconut ein talentiertes Ensemble lateinamerikanischer Jazzspieler mit Vibraphon, Marimba, Bass, Bläsern und Percussion zusammengestellt, wieder mit Argenis Brito am Mikro. Letzterer singt dabei so herzzerreißend wie nur er es kann. Aber dieses Mal hat Señor Coconut y su Orchestra Mágica eine ganze Reihe an neuen Freunden und alten Mitstreitern dabei: Towa Tei, Schneider TM, Dandy Jack, Akufen, Mouse on Mars und Marina von Nouvelle Vague tragen alle dazu bei, die verwundenen Intermezzi zwischen den einzelnen Tracks – Intermezzi, die am Rande von den vielen Eigenheiten von YMO inspiriert wurden, zu formen. Und um das Projekt im musikhistorischen Kontext noch bedeutungsvoller zu machen, haben die YMO-Mitglieder Sakamoto, Hosono und Takahashi selbst sogar einen Gastauftritt an Gesang und Klavier - was das ganze Projekt wirklich unheimlich zauberhaft macht.
Gedanken von Atom™ zu seinem neuen Album
Das Yellow Magic Orchestra hat bereits in den Achtzigern den eklektischen Exotica-Sound eines Martin Denny mit einer absolut zeitgenössischen Interpretation japanischer Musik verschmolzen. "Martin Denny und seine Combo kreierten eine imaginäre musikalische Landschaft tropisch-wonniger Verzückung: feuchte, bedrohliche Regenwälder, vibrierende federgeschmückte Vögel in vollem Flug, grimmig-stumme Tikigötter in von Kletterpflanzen überwucherten Lichtungen, vor sich hinschmachtend, verschlafene Fischerdörfer auf Bambusstelzen, glitzernde Korallenriffe, ausbrechende Vulkane mit orangegeschmolzener Lava, hilfsbereit lächelnde braune Nymphchen in Schilfröcken - das Land der Lotusblüten - mit einem Wort: Exotica. Während Rock´n´Roll die musikalische Personifikation eines guten, harten Ficks sein mag, entfaltet uns Exotica die Wunder tantrischer Sexualität multipler Erregbarkeiten und endlos-fließender Kombinationen von mystischen Vereinigungen. Mit Lex Baxters Worten: „Häfen der Lustbarkeit“" (Stuart Sweezy in Jean Trouillet & Werner Pieper: „WeltBeat“, Löhrbach 1989). Heute möchte ich einen Schritt weiter zu gehen, nämlich YMO zurück in die Zukunft zu bringen: als digitale, völlig künstliche Simulation. Mithilfe einer Cut-and-Paste-Technik versuche ich eine Neugestaltung des Latino-Exotica-Sound - man kann ihn "hypereklektisch" nennen. Dabei habe ich die Zeitachse genauso verlassen, wie die konkrete ethnische oder regionale Zuordnung des Sounds und bewege mich frei zwischen musikalischen Zeiträumen und Stilen der Latin-Music. YMO hatten schon Martin Dennys Exotica-Klassiker "Firecracker" in einer gleichzeitig futuristischen wie folkloristischen Art gecovert. Heute cover ich das Cover und verwandele es zurück in eine Simulation des speziellen Martin-Denny-Sounds.
In „Yellow Fever!“ führe ich die Produktionstechniken der letzten drei Coconut-Alben "El Gran Baile" (1997), "El Baile Aleman" (2000) und "Fiesta Songs" (2003) zusammen: "El Gran Baile", das war abstraktes Cut & Paste, baute nicht auf Songstrukturen auf. Es wurde der Prototyp des "Electrolatino"-Genres. Latino-Samples fusionierten mit der "Track-Logik" europäischer elektronischer Musik. "El Baile Aleman" rückte Kraftwerk-Cover in den Fokus, die so klingen sollten, als seien sie von einer Latino-Combo eingespielt worden. Dennoch wurde diese Simulation am Sampler zusammengestellt, also ohne „echte“ Musiker. Die in "El Gran Baile" begonnene Fusionierung der beiden Enden "Latino" und "Electro" werden hier - einerseits durch die Produktionsmethode, andererseits durch das Bearbeiten von prototypischen Songs (Kraftwerk) - in ein neues Licht gestellt. "Fiesta Songs" verlässt den offensichtlichen Bezug zu meinem elektronischen Ursprung und befasst sich mit der Simulation eines akustischen Retro-Latino-Sounds. Es wurden anglo-amerikanische Pophits gecovered. Diese Simulation wird stellenweise durch digitale Artefakte enttarnt. Auch hier wollte ich wieder einen neuen Schritt in meiner Produktionsweise wagen: An Stelle einer hundertprozentigen Programmierung habe ich zum ersten Mal Musiker aufgenommen, das Material und dann mit originalen Latino-Samples zu etwas völlig Neuem verschmolzen.
"Yellow Fever!" führt diese drei Arbeitsmethoden und inhaltlichen Herangehensweisen zusammen: Das abstrakte Cut-and-Paste kommt in den Interludes zwischen den Stücken wieder zum Zug, ein digitaler/elektronischer Sound à la "El Gran Baile" tritt wieder in Erscheinung. Diesmal sowohl zur Kontrastierung der akustischen Passagen und Enttarnung der Simulation als auch als eigenständiger Musikstil. Wie bei "El Baile Aleman" treten nun Programmierung wie auch das Thema "Cover" in den Vordergrund: dies anhand der Verschmelzung mit einem weiteren Meilenstein elektronischer Musikgeschichte. Die Stücke des Yellow Magic Orchestras werden einer ähnlichen inhaltlichen Verzerrung unterzogen wie damals die Kraftwerk Songs: Electronica, zurückgeführt in die Zukunft! Dritter Schritt: die auf "Fiesta Songs" begonnene Zusammenarbeit mit Session-Musikern wurde weitergeführt. Durch das detaillierte Erstellen komplexer Arrangements wird nun der akustische Anteil der Musik zur Perfektion gebracht, er wird aber gleichzeitig durch digitale Einwürfe stärker kontrastiert. Das Album als Ganzes ist ein extrem komplexes Patchwork aus tausenden von Puzzleteilen. Innerhalb von einzelnen Songs ändert sich der musikalische Lauf der Dinge dutzende Male. "Yellow Fever!" kann man durchaus als meinen ersten Versuch auf dem Weg in Richtung einer hypereklektischen Musik betrachten. Ich experimentiere mit der Auflösung jeglicher musikalischer Grenzen – diesmal allerdings "nur" innerhalb des Latino-Genres. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das cinematische Prinzip: jeder Moment auf "Yellow Fever!" soll Bilder provozieren. In diesem Sinne besteht engste Verbundenheit mit dem Konzept von "Exotica". Es geht mir nicht nur um die Rekreation von Stilen, sondern vor allem um das Erzeugen von Gefühlen, Bildern, Déjà-Vus, usw.
Yellow Fever! Tracklist (Tracks in Großbuchstaben sind YMO-Songs)
01. My Name Is Coco
02. YELLOW MAGIC (Tong Poo) feat. Ryuichi Sakamoto & Jorge Gonzalez
03. Coco Agogo feat. Akufen & Jorge Gonzalez
04. LIMBO feat. Yukihiro Takahashi
05. What Is Coconut?
06. BEHIND THE MASK
07. El Coco Rallado
08. PURE JAM
09. Mambo Numerique feat. Towa Tei & Marina (Nouvelle Vague)
10. SIMOON feat. Mouse on Mars
11. Coconut AM
12. THE MADMEN feat. Haruomi Hosono
13. What Is Coconut? feat. Constanze Martinez
14. MUSIC PLANS
15. Breaking Music feat. Dandy Jack & Schneider TM
16. RYDEEN
17. El Coco Roco Roto
18. ONGAKU
19. What Is Coconut? feat. Towa Tei
20. FIRECRACKER feat. Lisa Carbon