Señor Coconut presents Coconut FM
Interview mit Señor Coconut alias Uwe Schmidt, Berlin 01.08.2005 Autor: Stephan Oettel

1.) Wie kamst du auf die Idee, das Album "Coconut FM" zusammenzustellen?
Die Idee liegt knapp drei, vier Jahre zurück. Da war ich, nicht zum ersten Mal, in Rio. Hab Freunde besucht, auch Produzenten. Da erzählte man mir, es gäbe in Rio gerade einen neuen Stil, Rio Underground, Funk Carioca. Die Brasilianer sagen einfach "Funky" dazu. Ein Freund gab mir seine Best Of Auswahl. Es gibt hundert Tausende von Titeln. Er gab mir seine Best Of Auswahl. Seine drei Best Of CDs reduzierte ich dann auf eine CD mit meinen sechzehn persönlichen Favoriten, die ich "The Very Best Of" nannte. Zurück in Santiago spielte ich das Freunden vor, hört euch das mal an, ist ja irgendwie seltsames Zeug. In Deutschland versuchte ich Labels dafür zu gewinnen, hab das Labels vorgespielt. Aber niemand fand das sinnvoll oder gut. Da konnte keiner was mit anfangen. Das war zu rohes, seltsames Zeug. Es passierte nichts. Also dachte ich mir, wenn die erste Welt das nicht will, ist das auch ok. Man muss ja nicht alles exportieren. Die Leute in Rio sind ja auch ganz zufrieden damit und wollen das gar nicht großartig exportieren. Ein Jahr später traf ich das Team von Essay Recordings, saß mit Stefan Hantel (Shantel) in der Küche und erzählte ihm, was da so passiert in Südamerika. Und meinte so, da hast du bestimmt noch nichts von gehört, das nennt sich Funk Carioca, Funky. Aber er antwortete nur, wir haben heute die Promo der "Baile Funk" Compilation bekommen. Daniel Haaksman hatte das recherchiert, wir hatten die gleiche Idee zur gleichen Zeit. Wobei Daniel Haaksman mit Essay jemand hatte, den das interessiert, während ich niemand fand. So erschien dann "Baile Funk", ungefähr zur gleichen Zeit wie meine CD erschienen wäre, hätte ich sie machen können. Noch dazu stimmten etwa sechzig Prozent der Titel mit denen meiner privaten Best Of Baile Funk überein. Das war krass! Zumal die Resonanz darauf auch noch sehr gut war. Ein Zusammentreffen vieler Zufälle also. Ich meinte zu Stefan Hantel, dass ich zu dem Thema auch noch was zu sagen hätte, nicht nur zu Funk Carioca sondern generell zu der ganzen lateinamerikanischen Szene. Mir schwebte etwas Übergreifendes vor, zu den verschiedenen Stilen dieser großen Region. Diese Stile haben musikalisch nichts miteinander zu tun. Es gibt da auch keine interamerikanische gegenseitige Befruchtung. Was in Argentinien passiert, dringt selten über die Landesgrenzen hinaus. Es sind Stile, persönliche Favoriten, auf die ich während der letzten drei, vier Jahre gestoßen bin. Stile, Tendenzen, Auftritte von Künstlern, die ich gesehen habe. Ich fand das einfach sehr spannend, Musiken vor zu finden, die autark existieren, teilweise nur in Großstädten wie Córdoba, Buenos Aires, und die so völlig eigenständig existieren. Da gibt es kein Interesse, das zu exportieren oder nach außen zu vermitteln. Und das sind einfach sehr interessante Stile, die so aus eigenen Kulturen entstehen.

2.) Wie kamst Du zu dieser Auswahl von Stücken?
Meine Urauswahl war natürlich wesentlich größer. Es musste ja für alle Titel um Lizenzen gefragt werden. Da wusste man schon im Vorfeld, dass vieles nicht lizenziert werden kann. Wir haben viele Künstler auch gar nicht gefunden. Ich hatte viele Titel von sehr obskuren, seltsamen Compilations zusammen gesucht. Ein Freund von mir, der bei der Zusammenstellung assistiert hat, ist extra nach Ecuador geflogen. Man muss sich das so vorstellen: Reggaeton tröpfelt langsam vom Norden nach Süden runter. Kommt eigentlich aus Puerto Rico, also Zentralamerika, über Kolumbien und so weiter über die Spanisch sprechenden Länder. War dann irgendwann auch in Ecuador. Zwischen Panama und Ecuador gibt es Verbindungen in Musik und Szene. Das war der nächste Ort, da flog dieser Freund von mir hin und suchte Reggaeton. Aber da gab es auch nur ganz seltsame, gebootlegte Piratenkopien, teilweise ohne Information. Wir haben viel recherchiert im Internet. Die Urversion umfasste, glaube ich, fünfundzwanzig Titel, von denen dann viele abgelehnt wurden, aus welchen Gründen auch immer, und ersetzt werden mussten durch andere. Am Ende sind das die Titel, die übrig geblieben sind aus einer sehr großen Auswahl. Natürlich ausgewählt im Hinblick auf das Medium Compilation, also der Versuch, einen Fluss rein zu bringen und eine Balance der Stile, also nicht nur Funk Carioca. Obwohl die Lizenzen aus Brasilien am einfachsten zu bekommen waren. Wohingegen wir nur ganz wenig Reggaeton-Lizenzen bekommen haben. Aus welchen Gründen auch immer. Es ist einfach ein härteres Business in Puerto Rico. Da war es schon relativ schwierig, eine Balance zu finden, also nicht einfach noch ein "Baile Funk" Album zu machen, sondern zu sagen, ok, die Rio-Geschichte ist eine, aber wir wollen schon ein bisschen weiter aufzeigen, was es dort gibt.

3.) Aus welchen Regionen Südamerikas kommen die Künstler auf "Coconut FM"?
Die kommen aus Puerto Rico, also hauptsächlich diese Reggaeton-Geschichte. Und aus Panama, da ist ein Titel aus Panama da drauf. Chile, Argentinien und Rio hauptsächlich. Es ist relativ unvollständig, logischerweise. Es gibt mit Sicherheit hunderte von Dingen, die ich selber nicht kenne: Venezuela, Kolumbien, Peru, da gibt es ja bestimmt auch ähnliche Bewegungen, in die ich keinen Einblick habe. Lateinamerika ist extrem groß und umfangreich. Ich hab da versucht, so weit es geht, über Internetrecherche und mit Hilfe von Leuten vor Ort Einblick zu gewinnen, was gerade bei so einem Stil wie Reggaeton damals, also vor einem Jahr noch, relativ schwierig war, weil es den in Chile auch nicht gab. Der taucht jetzt gerade auf in Chile. Auch über solche Erfolge wie "Gasolina" gibt es dann plötzlich so eine Bewegung auch in Chile. Aber eigentlich auch Cumbia Villera, Reggaeton, Baile Funk in Rio – wenn man keinen Bezug zu Rio hat, kriegt man da nichts von mit. Du kannst nach Sao Paulo fliegen, das ist ungefähr fünfhundert Kilometer entfernt. Das kennt da keiner, Funk Carioca. Außerhalb von Brasilien mal ganz abgesehen. Ich habe versucht, einen kleinen Überblick, der keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit hat, zu geben. Hier passieren Sachen, die völlig außerhalb des Kontextes von "elektronischer Musik" passieren. Die natürlich elektronisch sind, logischerweise sein müssen. Aber so diesen ganzen Diskurs gibt es da nicht. Das ist ein Diskurs, der von wo ganz anders herkommt.

4.) Wie hast Du die Stile, die Du auf Coconut FM vorstellst, selbst erlebt?
Ich war nie auf einer Funky-Party. Ich war immer nur sehr kurz in Rio und bin eigentlich auch kein Sammler und Jäger in dem Sinne. Ich geh selten weg abends. Mir war das alles eine Nummer zu viel Aufwand. Ich hab ab und zu mal Cumbia live erlebt, aber eigentlich eher auch in Chile. Reggaeton auch nur auf so cheesy Parties in Chile, wo das Thema jetzt gerade erst auftaucht. Das ist schon so, ja "cheesy" ist ein gutes Wort, wenn man sich mal so cheesy Hip Hop angetan hat. Ist eigentlich auch eher eine Hip Hop Crowd, eher so eine Favela Crowd. Ich hab relativ wenig live erlebt. Hab andere Dinge live erlebt, die zwar nicht auf dieser Platte gelandet sind, die aber aus einer ähnlichen Szene kommen und einen ähnlichen Hintergrund haben. Die dann vielleicht auch so unkompatibel waren, dass ich sie nicht auf die "Coconut FM" getan hab.

5.) Was hast Du außer der Auswahl und Zusammenstellung der Stücke zu dem Album beigetragen?
Ich hab einen Titel gemacht, Don Atom feat. Tea Time. Eine Eigenerfindung. Aciton nenne ich den Stil. Und zwar ist das Acid mit Reggaeton gepaart. Es ist der Versuch der Entamerikanisierung des Reggaeton, also den US-Anteil rausfiltern und es wieder auf ein europäisches Verständnis zurückführen. Also eher minimale, abstrakte, elektronische Tracks mit einem Reggaeton-Rhythmus. Das war ein aktiver Teil. Dann kenne ich natürlich die chilenischen Leute. Der, der sich Peter Rap nennt, ist ein Freund von mir, identisch mit Piedra. Ist der gleiche Mensch, der aus dem Hip Hop-Kontext kommt in Chile und auch sehr viele Tropical-Geschichten macht, eine Mischung aus Funk, Cumbia und ein bisschen Hip Hop. Der hat auf meine Einladung hin diese Titel gemacht für "Coconut FM".

6.) Was ist Aciton? Wird Don Atom diesen neuen Stil auch live vorstellen?
Die Geburtstunde des Aciton war eigentlich das Mutek-Festival in Montreal. Dieses Jahr im Juli war das. Da war ich eingeladen zu einem Panel. Also als Gesprächsteilnehmer. Ich kam ohne Equipment an und ohne Set und sollte da eigentlich auch gar nicht spielen. Ricardo Villa Lobos hätte dort auftreten sollen, fiel aber aus, weil er sein Flugzeug verpasst hatte. Ein Kollege von mir aus Chile war dort und der überredete mich, doch einzuspringen in diesen Slot von einer Stunde. Und da meinte ich zu ihm, ich hab kein Set dabei, aber ich hab eine Idee. Und zwar kam ich gerade aus Japan zurück und hatte diese Aciton-Idee auf dem Flug, irgendwie. Und meinte zu ihm: ich hab diese Aciton-Idee. Lass uns das doch mal machen! Wir haben das dann innerhalb von vier Stunden so improvisiert, also Equipment ausgeliehen und so ein bisschen programmiert. Und hatten dann halt so eine Stunde Aciton. Und das hat schon extrem gut funktioniert, auch innerhalb dieses ganzen anderen Kontextes außen rum. Das war ja so Minimal, so europäischer Minimal. Das war schon ein ziemlich monotones, aber auch rohes Set, durch den Improvisierungsaspekt. Wir hatten ja vier Stunden Zeit, alles zu machen, irgendwie, da war das schon ein gutes Erlebnis. Als ich wieder zurück in Chile war, galt es, das weiter auszubauen. Ich arbeite da gerade an ein paar Titeln mit ihm zusammen, also er macht die eine Hälfte eines Albums, ich mach die andere. Schicken uns das gegenseitig zu und wollen auch etwas mit MCs machen; aber das Ganze dabei eher auf diese Acid-Geschichte wieder zurückführen. Und eigentlich einen Stil erfinden. Wir erfinden den einfach, nennen den dann so und gucken, was damit passiert.

7.) Wie schätzt Du die Möglichkeit, dass Reggaeton, Funk Carioca oder Cumbia Villera bei uns bekannter werden ein?
Im Vorfeld muss ich sagen, dass es mir nicht um den Exportgedanken ging oder darum, irgendetwas los zu treten. Ich weiß, dass man die Titel schon wegen der Sprache vielleicht nicht ganz so versteht. Man kriegt den Rhythmus mit, die funktionieren auf einer musikalischen Ebene, aber nicht auf einer inhaltlichen Ebene. Verborgen bleibt auch der kulturelle Hintergrund, man weiß nicht, worum es da eigentlich geht, woher das kommt, warum das so ist. Von daher ist es schon mal relativ unkompatibel mit Deutschland. Es gibt natürlich so Sachen wie "Gasolina", die aus gewissen Gründen funktionieren. Ich hab aber so meine Bedenken, dass es irgendwie größer wird. Also Mainstream, denke ich, wird es sowieso nicht. Alleine schon wegen dieser Rohheit, die diese Musik hat. Da werden einfach permanent Tontechniker-Regeln gebrochen. Das würde hier niemand so machen. Ich merk das auch an meinen Produktionen. Dass meine Titel immer automatisch glatter klingen als das, was dort gemacht wird. Weil ich einfach eine andere Herangehensweise habe und anders höre. Ich glaube, das ist ein Problem. Dass das für Deutschland vielleicht ein bisschen zu verstörend ist, was da passiert. Und daher auch Untergrund bleiben wird, bis zu einem gewissen Grad.

8.) Was darf man von Señor Coconut in der nächsten Zeit noch erwarten?
Es gibt Pläne für ein Album für 2006. Verschiedene Pläne, die an verschiedenen Entscheidungen hängen. Zu denen ich auch noch nichts sagen will, weil es da zurzeit zwei, drei komplett verschiedene Möglichkeiten gibt. Wir planen eigentlich eher, was wir machen können, mit wem und wann. Aber wenn etwas passiert, dann wird es Anfang 2006 erscheinen und dann auch wieder mit einer Tour weitergehen, so gegen Mitte 2006, denk ich mal.

9.) Warum bist Du von der deutschen Technometropole Frankfurt nach Santiago/Chile gezogen?
Es gab mehrere Motive. Es gab private Motive, dass sich in Frankfurt zu dieser Zeit gewisse Dinge aufgelöst haben auf privater Ebene, die mich einfach frei gemacht haben, sag ich mal. Ich hatte keine Verbindungen. Das war schon sehr seltsam, weil das alles so in einem Monat passierte. Ich dachte mir, ok, ob ich jetzt vom Nordend ins Westend ziehe oder von Frankfurt nach Santiago, das bleibt gleich viel Aufwand oder gleich viel Neues. Ich hatte die Möglichkeit, mit einem Freund von mir, einem Chilenen in Chile aufzutreten. Und dann ergaben sich diverse Dinge, auch dass er zurück wollte nach Chile, wo wir uns dann gegenseitig inspiriert haben und gesagt haben, wir machen das zusammen, wir gehen da mal hin. Ich hab mich auch nie so innerhalb der Frankfurter Szene gesehen. Hab immer die ganzen Jahre über für mich mein Ding gemacht. Auch dann mit Rather Interesting, 1995, auch ganz bewusst Sachen gemacht, die weder in Frankfurt noch in Deutschland klassifizierbar waren. Dafür steht auch Señor Coconut so ein bisschen. 1996 hab ich damit angefangen und stieß erst einmal nur auf Unverständnis bei den Medien, Vertrieben, Plattenfirmen und so weiter in Deutschland. In anderen Ländern hat es sehr gut funktioniert, in Japan zum Beispiel auch schon 1996. In Deutschland war das immer so ein bisschen komisch. Ich war da nie so richtig drin und wollte auch nie drin sein. Ich bin nicht so ein Typ, der das irgendwie schlimm findet. Ich mach halt so mein Ding zu hause. Wenn ich da nicht drin bin in der Szene, bin ich nicht drin. Das ist, wie gesagt, kein Problem. Ich war natürlich immer als Musiker in Frankfurt, der auch noch elektronische Musiker macht, automatisch klassifiziert. Und das fand ich ein bisschen anstrengend, sich immer in einer Position zu sehen und zu fühlen, in der ich überhaupt nicht war. Frankfurt ist für mich ein genetischer Zufall. Ich sah mich nie als Teil des "Sound Of Frankfurt". Wenn es um Pressearbeit ging, war es Anfang der 90er Jahr stets so, ah ja, Techno, Frankfurt, da wissen wir ja schon, um was es geht. Ich fand das auch ein bisschen unangenehm, da in irgendwas gesteckt zu werden, mit dem ich nichts wirklich zu tun hatte. Und wollte da auch so ein bisschen raus aus dieser Betrachtung. Ich musste damals ja auch immer darauf reagieren. Man bekam dann von Plattenfirmen, von Labels, von Medien immer so eine Klassifizierung, auf die man bewusst oder unbewusst reagiert. Das wollte ich einfach abschaffen und sagen, ich geh jetzt irgendwo hin, wo es nur mich gibt. Und guck mal, was dann passiert. Also ganz egozentrisch gedacht: was passiert mit meiner Musik und mit meiner Musiksprache in so einer Art von Isolation.

10.) Welches Fazit ziehst Du heute, was Deinen Weggang betrifft?
Das praktische Fazit: es passierte eigentlich genau das Gegenteil von dem, was ich erwartete. Ich dachte eigentlich, gut, man ist dann irgendwo am Ende der Welt, so sechzehntausend Kilometer entfernt. Dann ist man halt weg und dann interessiert das auch keinen mehr. Es passierte eigentlich genau das Gegenteil. Kaum dass ich weg war, ging es eigentlich erst richtig los. Ich dachte, wie geht das denn überhaupt? Als ich in Frankfurt lebte, wurde ich auf Parties nach Köln eingeladen und musste meinen Zug selber bezahlen. Und dann ist man plötzlich sechzehntausend Kilometer entfernt und wird dann hingeflogen. Und es geht auf einmal! Auf der praktischen Seite passierte also genau das Gegenteil. Das war kein Marketing-Move, sondern plötzlich wurde es interessant. Auf privater Ebene, so in dieser Isolation, war es wirklich erstaunlich inspirierend, keine Zusammenhänge mehr zu haben. Sondern einfach nur dort zu sein und sich auch nicht groß um Musik zu kümmern. Ich bin ja nicht nach Chile gegangen, um da Cumbia zu studieren. Mich hat die Musik dort ja auch nicht interessiert. Ich hab mich dort nicht in eine Szene rein bewegt oder Leute gesucht. Ich hab wirklich dann dort für mich mein Zeug gemacht. Man kommt dann plötzlich auf sehr seltsame Ideen. So eine Art Egoforschung. Man entwickelt Dinge, die aus ganz anderen Quellen kommen und die auch nicht musikalischen Ursprungs sind. Ich kann das schwer definieren, was es genau ist. Aber es hat schon meine Musiksprache erweitert, würde ich sagen. Auch inhaltlich, dadurch, dass man eine andere Sprache spricht, bekommt man einen anderen Bezug zu musikalischen Inhalten. In spanischer Musik geht es nicht um andere Inhalte, aber die werden anders transportiert. Die Sprache ist eine andere, als das deutsche Verhältnis zu musikalischem Inhalt. Da hat, glaube ich, eine Erweiterung stattgefunden, die sich für mich sehr schwer erklären lässt, was es jetzt konkret bedeutet. Das war ein positiver Schritt für mich. Ich hab auch nicht vor, den aufzugeben. Sehr bewusst versuche ich auch, mich da weiterhin in Santiago zu isolieren. Ich mache keine Öffentlichkeitsarbeit und gebe auch keine Interviews oder Auftritte. Ich finde meine Isolation dort schon ganz gut, am Ende der Welt.